| Die Tradition der Höttinger Ringer und Stemmer geht schon auf das Jahr 1900 zurück, als der 1. Stemmklub gegründet wurde, welcher sich bis 1906 bewährte. Die Geburtsstunde des AC Hötting sollte aber noch 30 Jahre auf sich warten lassen.
Der AC Hötting wurde offiziell am 12. März 1939 unter dem Namen „Athletenklub Hötting 1939“ gegründet. Die Gründungsväter waren Josef Magerle, Anton Auderer, Ernst Stolz und Franz Stolz.

1940 – 1949:
Nach dem Krieg konnte Obmann Josef Magerl den Bataillionsführer der 7. Französischen Einheit mit viel Mut und Geschick von der Notwendigkeit des AC Hötting überzeugen und so stand einem Weiterbestehen nichts mehr im Wege.

AC Hötting im Jahre 1948
1950 – 1959:
Viele bekannte Höttinger Namen lassen sich in den Reihen des AC Hötting finden. So setzte sich der Vorstand im Jahre 1953 unter anderem aus Max Motz (Obmann), Otto Achammer (Kassier) oder Toni Lener (Stemmwart) zusammen. Damals gab es auch noch einen Vergnügungsobmann, welche Aufgabe der wohl hatte?
1960 – 1969:
Der Aufschwung des AC Hötting begann Mitte der 60er Jahre. So holte das Höttinger Urgestein Arthur Kopp im August 1965 den 1. Staatsmeistertitel für den AC Hötting im Freistil im Fürstenfelder Jugendheim vor 1.600 Zuschauern.
Aber auch bei so mancher Tiroler Meisterschaft gab es kein Vorbeikommen am AC Hötting. Beim Turnier vom 26. und 27. März 1966 in der Leitgebschule wurden die Höttinger Ringer in vier von sechs Klassen Tiroler Meister: Hans Stillebacher (Bantam), Hans Heisinger (Feder), Rupert Nicolic (Leicht), Dieter Hupfauf (Schwer).

Turnier im Freien
1970 – 1979:
Mit Beginn der 70er Jahre begann eine besondere Ära des AC Hötting, welche unverwechselbar mit den Namen Franz Pitschmann und Franz Marx verbunden ist. Beide sind immer noch Ausnahmeerscheinungen des österreichischen Ringsports. Unzählige Staatsmeistertitel, Weltmeister- und Europaschaftsmedaillen sowie Olympiateilnahmen wurden unter dem Banner des AC Hötting errungen. Die 1. Olympiateilnahme erfolgte durch Franz Pitschmann im Jahr 1976 in Montreal.
1980 – 1989:
Der derzeitige Höhepunkt für den AC Hötting waren wohl die 80er Jahre. Teilnahme bei den Olympischen Spielen 1980 in Moskau, 1984 in Los Angeles, 1988 in Seoul durch Franz Pitschmann und Franz Marx. Die größten Erfolge in dieser Zeit waren der 1. Platz bei der Jungedweltmeisterschaft in Colorado Springs für Franz Marx und WM-Bronze 1981 in Oslo und EM-Silber 1986 in Athen für Franz Pitschmann.
1990 – 1999:
Ein sportlicher Höhepunkt in den neunziger Jahren war die Teilnahme bei der Weltmeisterschaft, mit Helmut Tschaupp, Franz Marx und Franz Pitschmann waren beim dem Turnier in Varna (Bulgarien) gleich drei Ringer des AC Hötting vertreten. Erfolge bei österreichischen Meisterschaften heimste dieses Trio zusammen mit Dogan Korkmarz laufend ein.

Kein Bild der Tirol-Werbung, sondern Anton Lener in jungen Jahren
2000 – bis heute:
Nun ist es zwar ein weniger ruhiger beim AC Hötting geworden, aber keinesfalls leise. So wurde Franz Pitschmann Weltmeister bei der Senioren-WM 2001 in Ungarn und zeigte, dass mit ihm immer noch zu rechnen ist.
Seit 2002 bildet der AC Hötting ein Kampfgemeinschaft mit dem Ringsportverein Kelchsau. Im Jahr 2006 war der AC Hötting in der österreichischen Bundesliga vertreten und holte den vierten Platz und wurde Mannschaftsmeister bei den Tiroler Meisterschaften im griechisch-römischen Stil.
Die Herausforderung der nächsten Jahre wird sein, den Nachwuchs wieder stärker zu forcieren und zu einer Kampfmannschaft heranzubilden.
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